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Recht

Spielhallenrecht: alle 16 Bundesländer im Vergleich

Sperrzeit, Mindestalter und Abstandsregeln unterscheiden sich von Land zu Land. Hier siehst du alle Werte nebeneinander, jeweils mit Quelle.

16Landesgesetze
2Länder ab 21
12Geräte max.
60 €Verlust/Stunde max.
Kurz gesagt: Spielhallen sind Ländersache. Bremen und Niedersachsen lassen Gäste erst ab 21 Jahren hinein, alle anderen Länder ab 18. Sperrzeiten und Mindestabstände legt jedes Land selbst fest, die Gerätegrenzen gelten bundesweit nach der Spielverordnung.

Vergleichstabelle der Bundesländer

BundeslandMindestalterSperrzeitAbstand SpielhallenStandorte
Baden-Württemberg180:00 bis 6:00 Uhr500 m628
Bayern183:00 bis 9:00 Uhr500 m703
Berlin183:00 bis 11:00 Uhr500 m208
Brandenburg183:00 bis 9:00 Uhr500 m58
Bremen212:00 bis 6:00 Uhr500 m56
Hamburg185:00 bis 12:00 Uhr500 m125
Hessen184:00 bis 10:00 Uhr300 m361
Mecklenburg-Vorpommern182:00 bis 8:00 Uhr500 m58
Niedersachsen213:00 bis 9:00 Uhr100 m582
Nordrhein-Westfalen181:00 bis 6:00 Uhrsiehe Landesseite1.192
Rheinland-Pfalz182:00 bis 8:00 Uhr500 m263
Saarland182:00 bis 10:00 Uhr500 m119
Sachsen1823:00 bis 6:00 Uhr250 m146
Sachsen-Anhalt18gesonderte Verordnung200 m107
Schleswig-Holstein185:00 bis 10:00 Uhr300 m176
Thüringen181:00 bis 9:00 Uhr500 m126

Kommunen können Sperrzeiten teils verlängern, Ausnahmen vom Mindestabstand sind in einigen Ländern möglich. Die Details stehen auf den Landesseiten.

Bundesweit: die Spielverordnung

Für Geldspielgeräte in Spielhallen und Gaststätten gelten überall dieselben Grenzen aus der Spielverordnung (SpielV):

Mindestspieldauer5 Sekunden
Höchsteinsatz je Spiel0,20 Euro
Höchstgewinn je Spiel2 Euro
Maximaler Verlust pro Stunde60 Euro
Maximaler Gewinn pro Stunde400 Euro
Pflichtpausenach einer Stunde Spielbetrieb mindestens 5 Minuten
Geräte je Spielhallehöchstens 12
Geräte je Gaststättehöchstens 2

Quelle: Spielverordnung, §§ 3 und 13. Ausführlich im Ratgeber Spielverordnung erklärt.

Online: der Glücksspielstaatsvertrag 2021

  • Einzahlungslimit: grundsätzlich 1.000 Euro pro Monat über alle Anbieter hinweg, überwacht über die Limitdatei LUGAS; höhere Limits nur nach Prüfung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit
  • Einsatz bei virtuellen Automatenspielen grundsätzlich höchstens 1 Euro pro Spiel; seit 1. Juli 2026 befristet bis Ende 2027 bis 3 Euro für Spielende ab 21 und bis 5 Euro nach 90 Tagen unauffälligem Spielverhalten
  • Mindestens 5 Sekunden je Spielrunde, kein Autoplay, keine Jackpots, kein paralleles Spiel an mehreren Automaten
  • Anbindung an das bundesweite Sperrsystem OASIS und Panikknopf für eine sofortige 24-Stunden-Sperre
  • Pflicht zur Identitäts- und Altersprüfung, Spielen erst ab 18 Jahren
  • Aufsicht durch die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) in Halle (Saale)

Mehr im Ratgeber Glücksspielstaatsvertrag 2021 einfach erklärt.

Häufige Fragen

Wer regelt Spielhallen in Deutschland?

Die Geräte regelt der Bund über die Spielverordnung, die Spielhallen selbst regeln die Länder in eigenen Gesetzen. Den Rahmen setzt der Glücksspielstaatsvertrag 2021.

In welchen Bundesländern gilt ein Mindestalter von 21 Jahren?

In Bremen und Niedersachsen dürfen Spielhallen erst ab 21 Jahren betreten werden. In den übrigen Ländern liegt die Grenze bei 18 Jahren.

Warum haben Spielhallen unterschiedliche Öffnungszeiten?

Jedes Land legt eigene Sperrzeiten fest. Sie reichen von wenigen Stunden in der Nacht bis in den Vormittag hinein, dazu kommen teils Feiertagsregeln.

Keine Rechtsberatung. Stand September 2026, Gesetze ändern sich. Maßgeblich ist die jeweils gültige Fassung.