MGA-Lizenz
Die Malta Gaming Authority, kurz MGA, ist die 2001 gegründete Glücksspielaufsichtsbehörde Maltas und reguliert sowohl landbasierte als auch Online-Glücksspielangebote. Viele international tätige Anbieter besitzen eine MGA-Lizenz, weil Malta seit Langem ein etablierter Standort für die Regulierung von Online-Glücksspielunternehmen ist und dort strenge Vorgaben zu Spielerschutz, Geldwäscheprävention und Spielintegrität gelten.
Für den deutschen Markt reicht eine MGA-Lizenz allein jedoch nicht aus. Wer in Deutschland legal Online-Poker, virtuelle Automatenspiele oder Sportwetten anbieten möchte, benötigt zusätzlich eine eigene, von der GGL erteilte deutsche Erlaubnis. Anbieter, die ausschließlich über eine MGA-Lizenz verfügen, aber keine deutsche Erlaubnis besitzen und sich dennoch gezielt an Spielende in Deutschland richten, gelten hierzulande als Anbieter illegalen Glücksspiels.
Beispiel: Ein Online-Casino wirbt mit einer gültigen MGA-Lizenz aus Malta und bietet virtuelle Automatenspiele auf Deutsch an, taucht aber nicht auf der von der GGL veröffentlichten Whitelist auf. In diesem Fall greifen die deutschen Schutzmechanismen wie Einzahlungslimit, Panikknopf oder Anbindung an OASIS nicht verlässlich, weil der Anbieter keiner deutschen Aufsicht unterliegt.
Ein verbreiteter Irrtum ist, eine EU-Lizenz gelte automatisch europaweit einheitlich. Innerhalb der EU bestimmt weiterhin grundsätzlich jeder Mitgliedstaat selbst, welche Anbieter auf seinem Markt tätig werden dürfen, weshalb für Deutschland stets die deutsche Erlaubnis und die Listung auf der GGL-Whitelist entscheidend sind. Für dich als Spielenden lohnt sich deshalb immer ein zweiter Blick, ob ein beworbenes Gütesiegel wie die MGA-Lizenz tatsächlich mit einer eigenständigen deutschen Erlaubnis kombiniert ist, statt sich allein auf ausländische Siegel zu verlassen.
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