Einzahlungslimit
Seit dem Glücksspielstaatsvertrag 2021 gilt für Online-Glücksspiel in Deutschland ein anbieterübergreifendes Einzahlungslimit: Spielende dürfen innerhalb eines Kalendermonats insgesamt nicht mehr als 1.000 Euro bei allen legalen Anbietern zusammen einzahlen. Diese Grenze wird über das Kontrollsystem LUGAS technisch überwacht, das die Einzahlungen aller angeschlossenen Anbieter je Spielerkonto zusammenführt.
Innerhalb dieser gesetzlichen Obergrenze kannst du dein persönliches Limit zusätzlich individuell niedriger festlegen, etwa 200 Euro im Monat, wenn dir das für dein eigenes Budget sinnvoller erscheint. Eine Erhöhung deines selbst gewählten Limits ist möglich, greift aber laut Spielerschutzvorgaben erst nach einer Wartefrist, eine sofortige Anhebung im Moment eines akuten Spielimpulses ist ausgeschlossen.
Beispielrechnung: Hast du im laufenden Monat bereits 700 Euro bei Anbieter A eingezahlt, verbleiben dir bei einem weiteren Anbieter B rechnerisch noch maximal 300 Euro, weil sich beide Einzahlungen auf dieselbe monatliche Obergrenze von 1.000 Euro anrechnen. Erst mit Beginn des nächsten Kalendermonats steht dir das volle Limit wieder zur Verfügung.
Ein Missverständnis ist, das Einzahlungslimit gelte je Anbieter einzeln statt gebündelt. Genau das Gegenteil ist der Fall: Der Sinn des anbieterübergreifenden Limits liegt darin, dass sich Spielende nicht durch Nutzung mehrerer Plattformen dem eigentlich gewollten Schutz entziehen können. Für besonders schutzbedürftige Spielende lässt sich das individuelle Limit über die Anbieterplattform jederzeit weiter absenken, eine sofortige Absenkung wird dabei anders als eine Erhöhung ohne Wartefrist wirksam. Wird das monatliche Limit vollständig ausgeschöpft, blockiert LUGAS technisch jede weitere Einzahlung bei allen angeschlossenen Anbietern, unabhängig davon, bei welchem Anbieter du eigentlich einzahlen möchtest.
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