Wettquote
Die Wettquote ist die Zahl, mit der dein Einsatz multipliziert wird, wenn dein getippter Wettausgang eintritt. In Deutschland und weiten Teilen Europas wird dabei meist das dezimale Quotenformat verwendet, bei dem der Einsatz bereits in der Quote enthalten ist. Eine Quote von 3,00 bedeutet, dass du bei richtigem Tipp das Dreifache deines Einsatzes ausgezahlt bekommst, einschließlich des ursprünglichen Einsatzes.
Buchmacher kalkulieren Wettquoten so, dass sie über alle angebotenen Wettausgänge hinweg einen rechnerischen Vorteil für sich behalten, vergleichbar mit dem Hausvorteil bei Casinospielen. Dieser eingepreiste Vorteil, oft als Overround oder Buchmacher-Marge bezeichnet, sorgt dafür, dass die Summe der Gewinnwahrscheinlichkeiten aller angebotenen Quoten rechnerisch über 100 Prozent liegt.
Beispielrechnung: Setzt du 10 Euro auf ein Ereignis mit der Quote 4,00, erhältst du bei richtigem Tipp 40 Euro ausgezahlt, dein Nettogewinn beträgt somit 30 Euro. Bei einer niedrigeren Quote von 1,50 für denselben Einsatz beträgt die Auszahlung bei Erfolg nur 15 Euro, was in der Regel auf eine vom Buchmacher als wahrscheinlicher eingeschätzte Wettoption hinweist.
Ein verbreitetes Missverständnis ist, eine hohe Quote bedeute automatisch eine unfaire oder besonders lukrative Wette. Eine hohe Quote spiegelt lediglich eine vom Buchmacher als unwahrscheinlicher eingeschätzte Option wider, die eingepreiste Marge bleibt über alle Quoten eines Wettmarkts hinweg vergleichbar bestehen. Weil sich Quoten desselben Ereignisses zwischen verschiedenen lizenzierten Anbietern unterscheiden können, lohnt sich vor einer Wette ein Vergleich, wobei ausschließlich Angebote von Anbietern auf der GGL-Whitelist rechtlich zulässig sind.