Jeton
An Tischspielen wie Roulette, Blackjack oder Baccarat wird in Spielbanken üblicherweise nicht mit Bargeld, sondern mit Jetons gesetzt. Diese Spielmarken erhältst du gegen echtes Geld an der Kasse oder direkt am Tisch, unterschiedliche Farben und Aufdrucke kennzeichnen dabei unterschiedliche Geldwerte, ähnlich wie bei Banknoten unterschiedlicher Stückelung.
Der Einsatz von Jetons hat für den Spielablauf praktische Gründe: Sie lassen sich leichter zählen, stapeln und auf dem Spielplan präzise platzieren als Bargeld, zudem verringert das System das Risiko von Diebstahl oder Fehlern beim direkten Umgang mit größeren Bargeldsummen am Tisch. Am Ende deines Besuchs kannst du verbliebene Jetons an der Kasse wieder in Bargeld zurücktauschen.
Beispiel: Tauschst du an der Kasse 100 Euro in Jetons zu je 5 Euro, erhältst du zwanzig Jetons dieser Wertstufe. Setzt du davon vier Jetons, also 20 Euro, auf eine bestimmte Zahl beim Roulette und triffst, erhältst du entsprechend der Auszahlungsquote von 35 zu 1 insgesamt 700 Euro in Jetons ausgezahlt, die du anschließend wieder in Bargeld umtauschen kannst.
Ein Missverständnis ist, Jetons hätten außerhalb der ausgebenden Spielbank einen Geldwert oder ließen sich bei einer anderen Spielbank einlösen. Jetons sind grundsätzlich nur innerhalb des Hauses gültig, das sie ausgegeben hat, ein Rücktausch an anderer Stelle ist in der Regel ausgeschlossen. Manche Spielbanken verwenden zusätzlich spezielle, nicht bare Jetons für Turniere oder Sonderveranstaltungen, die ausschließlich innerhalb dieser Veranstaltung Gültigkeit besitzen und sich nicht regulär zurücktauschen lassen.
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