Spielbank
Spielbanken, auch Casinos genannt, unterscheiden sich rechtlich deutlich von Spielhallen: Während Spielhallen vor allem Geldspielgeräte nach der Spielverordnung anbieten, stehen bei Spielbanken klassische Tischspiele wie Roulette, Blackjack, Poker und Baccarat im Mittelpunkt, ergänzt um eigene, meist großzügiger gestaltete Automatenbereiche. Die Erlaubnis zum Betrieb einer Spielbank erteilen die Bundesländer nach ihren jeweiligen Spielbankgesetzen, nicht nach der Gewerbeordnung.
Spielbanken unterliegen eigenen, oft strengeren Kontrollmechanismen als Spielhallen, etwa verpflichtender Identitätsfeststellung bereits am Einlass und einer direkten Anbindung an das bundesweite Sperrsystem OASIS. In vielen Bundesländern zahlen Spielbanken zudem eine besondere Spielbankabgabe anstelle der regulären Gewerbesteuer, die im jeweiligen Landesrecht geregelt ist.
Beispiel: Möchtest du in einer Spielbank am Roulettetisch spielen, musst du dich dort in der Regel mit einem gültigen Ausweisdokument identifizieren, bevor du überhaupt Zutritt zum Spielbereich erhältst. Dieser Schritt dient zugleich der Alterskontrolle und dem Abgleich mit dem Sperrsystem OASIS, sodass gesperrte Personen gar nicht erst eingelassen werden.
Ein Missverständnis ist, Spielbank und Spielhalle seien rechtlich austauschbare Begriffe für denselben Betriebstyp. Beide unterliegen unterschiedlichen Gesetzen, unterschiedlichen Zulassungsverfahren und teils unterschiedlichen Aufsichtsbehörden, auch wenn beide Glücksspiel im weiteren Sinne anbieten. Manche Spielbanken bieten zusätzlich einen automatenlastigeren Nebenbereich an, der sich in Ausstattung und Atmosphäre stärker an klassischen Spielhallen orientiert, rechtlich aber weiterhin unter das Spielbankrecht des jeweiligen Landes fällt. In Deutschland gibt es sowohl große, traditionsreiche Spielbanken in Kurorten und Großstädten als auch kleinere Häuser, deren Angebot an Tischspielen und Automaten je nach Standort und Landesrecht unterschiedlich ausfällt.
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