Sportwette
Bei einer Sportwette setzt du einen Betrag auf ein bestimmtes Ergebnis eines Sportereignisses, etwa den Sieger eines Fußballspiels oder die genaue Anzahl an Toren. Rechtsgrundlage für Sportwetten in Deutschland sind neben dem Glücksspielstaatsvertrag auch das ältere Rennwett- und Lotteriegesetz, das ursprünglich vor allem Pferdewetten regelte und später auf Sportwetten ausgeweitet wurde. Anbieter benötigen eine Erlaubnis, die inzwischen bei Internet-Sportwetten von der GGL erteilt wird.
Auf jede in Deutschland platzierte Sportwette wird eine gesetzliche Sportwettsteuer erhoben, die 5,3 Prozent des Wetteinsatzes beträgt. Diese Steuer wird vom Veranstalter der Wette abgeführt, fließt aber wirtschaftlich häufig in die Kalkulation der angebotenen Wettquoten ein und wirkt sich damit indirekt auch auf deinen möglichen Gewinn aus.
Beispiel: Setzt du 20 Euro auf ein bestimmtes Wettereignis mit einer Quote von 2,50, beträgt dein möglicher Gewinn bei richtigem Tipp 50 Euro. Die auf den Einsatz erhobene Sportwettsteuer von 5,3 Prozent wird dabei nicht direkt von dir, sondern vom Veranstalter geschuldet, kann aber in der Praxis in die Höhe der angebotenen Quote eingepreist sein.
Ein Missverständnis ist, jede im Internet beworbene Sportwette sei automatisch in Deutschland legal. Nur Anbieter mit gültiger deutscher Erlaubnis, erkennbar an der Listung auf der GGL-Whitelist, dürfen Sportwetten in Deutschland legal veranstalten und vermitteln. Neben klassischen Ergebniswetten vor Spielbeginn bieten viele lizenzierte Anbieter zusätzlich Livewetten während eines laufenden Sportereignisses an, für die dieselben rechtlichen Vorgaben zu Erlaubnis, Steuer und Spielerschutz gelten.
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