Megaways
Megaways ist der Markenname eines von einem britischen Spieleentwickler geschaffenen Mechanik-Systems, das inzwischen von zahlreichen Herstellern lizenziert und in eigene Spieltitel eingebaut wird. Statt einer festen Zahl von Symbolen pro Walze und fester Gewinnlinien ändert sich bei jeder Runde zufällig, wie viele Symbole auf jeder Walze sichtbar sind, wodurch sich die Anzahl möglicher Gewinnwege von Runde zu Runde stark unterscheidet.
In der Praxis führt das zu einer optisch unübersichtlichen, aber klar berechenbaren Spielmechanik: Statt klassischer Gewinnlinien zählt bei Megaways-Spielen meist das Prinzip „Gewinn bei gleichen Symbolen von links nach rechts benachbart“, unabhängig von einer festen Linienposition. Die konkrete Höchstzahl möglicher Gewinnwege gibt der Hersteller in der Gewinntabelle des jeweiligen Spiels an und unterscheidet sich zwischen einzelnen Titeln erheblich.
Beispiel: Hat eine Walze in einer Runde vier sichtbare Symbole und die benachbarte Walze sechs, multiplizieren sich diese Werte über sechs Walzen hinweg zu einer sehr großen Zahl möglicher Kombinationen, oft im Bereich mehrerer Zehntausend pro Runde. Diese hohe Zahl an Gewinnwegen bedeutet aber nicht automatisch eine höhere Auszahlungsquote, sie verändert nur die Struktur, wie Gewinne zustande kommen.
Ein verbreiteter Irrtum ist, mehr Gewinnwege würden zwangsläufig zu mehr Gewinnen führen. Die Auszahlungsquote eines Megaways-Spiels wird unabhängig von der Anzahl der Gewinnwege vom Hersteller festgelegt und kann niedriger oder höher liegen als bei einem klassischen Spiel mit fester Linienzahl. Für Spielhallen mit klassischen Geldspielgeräten spielt das System praktisch keine Rolle, da Megaways bislang fast ausschließlich bei virtuellen Automaten und Online-Slots eingesetzt wird.