Baccarat
Baccarat, auch Bakkarat geschrieben, ist ein Kartenspiel, bei dem nicht du selbst, sondern zwei festgelegte Positionen, Spieler und Bank genannt, jeweils zwei bis drei Karten erhalten. Als Teilnehmender setzt du lediglich darauf, welche der beiden Hände gewinnt oder ob beide unentschieden enden, eigene Entscheidungen während der Runde triffst du dabei kaum, der weitere Kartenverlauf folgt festen, automatischen Regeln.
Der Punktwert einer Hand ergibt sich aus der Summe der Kartenwerte, wobei nur die letzte Ziffer zählt: Zahlenkarten gelten mit ihrem Wert, Bildkarten und Zehnen zählen null, das Ass zählt eins. Eine Hand mit 7 und 8 ergibt rechnerisch 15, gewertet wird aber nur die 5. Gewonnen hat die Hand, deren Endziffer näher an 9 liegt.
Beispielrechnung: Erhält die Bankhand eine 6 und eine 9, ergibt das in der Summe 15, gewertet wird die letzte Ziffer, also 5. Erhält die Spielerhand eine 4 und eine 4, ergibt das 8. Die Spielerhand mit 8 liegt damit näher an 9 als die Bankhand mit 5 und gewinnt die Runde, unabhängig davon, wie hoch die tatsächliche Kartensumme jeweils war.
Ein verbreiteter Irrtum ist, eine Wette auf die Bank sei wegen des Namens riskanter als eine Wette auf den Spieler. Tatsächlich hat die Bankwette wegen der festen Zusatzkartenregeln beim Baccarat statistisch sogar einen leicht niedrigeren Hausvorteil als die Spielerwette, wofür Spielbanken auf Bankgewinne meist eine zusätzliche Provision einbehalten. In manchen Spielbanken kannst du auch als reiner Beobachter am Tisch stehen und ausschließlich auf den Ausgang der Runde wetten, ohne selbst jemals Karten in der Hand zu halten.
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