Cluster Pays
Bei der Cluster-Pays-Mechanik entfällt das klassische Konzept fester Gewinnlinien vollständig. Stattdessen zählt, ob eine Mindestanzahl gleicher Symbole horizontal oder vertikal direkt benachbart als zusammenhängende Gruppe, ein sogenannter Cluster, auf dem Spielfeld erscheint. Meist sind mindestens fünf verbundene gleiche Symbole nötig, damit eine Auszahlung ausgelöst wird.
Viele Cluster-Pays-Spiele arbeiten zusätzlich mit einer Kaskaden- oder Lawinen-Funktion: Gewinnsymbole verschwinden nach einer Auszahlung, nachrückende Symbole füllen die freien Felder auf, und es wird erneut auf neue Cluster geprüft, teils mehrfach innerhalb derselben Runde. Diese Kombination ist besonders bei Spielautomaten mit quadratischem statt klassisch rechteckigem Spielfeld verbreitet.
Beispiel: Erscheinen auf einem 6x5-Spielfeld sieben direkt benachbarte gleiche Symbole in einer zusammenhängenden Fläche, wird laut Gewinntabelle eine Auszahlung für einen Cluster dieser Größe ausgelöst, etwa das Fünffache des Einsatzes. Verschwinden diese sieben Symbole anschließend und rutschen neue Symbole nach, kann in derselben Runde ein weiterer Cluster entstehen und eine zusätzliche Auszahlung folgen.
Ein Missverständnis ist die Annahme, Kaskaden würden die Gewinnchance gegenüber einem klassischen Liniensystem grundsätzlich erhöhen. Die Auszahlungsquote wird unabhängig von der Anzahl möglicher Kaskaden pro Runde vom Hersteller festgelegt, mehr aufeinanderfolgende Gewinne innerhalb einer Runde bedeuten nicht automatisch einen höheren Gesamtgewinn im Durchschnitt. In Kombination mit zusätzlichen Multiplikatoren, die pro Kaskadenschritt ansteigen, kann sich die Auszahlung eines einzelnen Runden-Durchlaufs bei diesem System spürbar erhöhen. Manche Hersteller kombinieren das System zusätzlich mit ansteigenden Multiplikatoren je Kaskadenstufe, wodurch spätere Cluster in derselben Runde höher ausgezahlt werden als frühere.