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Automatentyp

Video-Poker-Automat

Kurz gesagt: Der Video-Poker-Automat zeigt fünf Spielkarten auf dem Bildschirm, die sich einzeln tauschen lassen, um eine Pokerhand zu bilden.
Fakten auf einen Blick
Kartenanzahl5 Karten pro Runde
Tauschoptionbeliebige Karten einmal tauschbar
Auszahlungnach fester Gewinntabelle je Pokerhand-Rang
Bekannte VariantenJacks or Better, Deuces Wild
Bauart in der SpielhalleGeldspielgerät nach SpielV
FundortSpielhallen, Spielbanken, Online-Automatenspiel

Der Video-Poker-Automat zeigt zu Beginn einer Runde fünf digitale Spielkarten auf dem Bildschirm. Der Spieler entscheidet, welche dieser Karten er behalten und welche er gegen neue, zufällig gezogene Karten austauschen möchte. Nach dem einmaligen Tausch steht die endgültige Hand fest, die anhand einer festen Gewinntabelle nach dem erreichten Pokerhand-Rang ausgezahlt wird, etwa Zwei Paare, Drilling oder Flush.

Verbreitete Varianten

Die bekannteste Variante ist Jacks or Better, bei der ein Paar Buben oder höher die niedrigste auszahlende Hand darstellt. Bei Deuces Wild fungieren alle Karten mit dem Wert Zwei als Joker, die jede beliebige Karte ersetzen können, wodurch sich die Gewinnwahrscheinlichkeiten und die zugehörige Gewinntabelle gegenüber Jacks or Better deutlich verschieben. Die genaue Auszahlungsstruktur ist je nach Gerät und Hersteller unterschiedlich und nur im offiziellen Spieleblatt verbindlich hinterlegt.

Rechtlicher Rahmen

Als Geldspielgerät in einer deutschen Spielhalle unterliegt der Video-Poker-Automat denselben Grenzen wie andere Geldspielgeräte: 0,20 Euro Höchsteinsatz pro Spiel, 5 Sekunden Mindestspieldauer sowie die Stundenlimits von 60 Euro Verlust und 400 Euro Gewinn nach § 13 SpielV. Die Bauartzulassung der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt prüft dabei auch, ob die hinterlegte Gewinntabelle technisch korrekt umgesetzt ist.

Wo man Video-Poker-Automaten findet

In Spielhallen als eigenständige Gerätekategorie neben klassischen Walzenspielen, in Spielbanken häufig als Einzelplatzautomat neben den von einem Croupier geleiteten Tischen, und online bei GGL-lizenzierten Anbietern als eigenes Spielangebot.

Rechenbeispiel

Erhält ein Spieler bei Jacks or Better zunächst ein Paar Damen sowie drei nicht zusammenhängende Karten, tauscht er üblicherweise die drei überzähligen Karten und behält das Paar. Zieht er dabei zwei weitere Damen, entsteht ein Vierling, der nach der Gewinntabelle deutlich höher ausgezahlt wird als das ursprüngliche Paar. Ob dieser Tausch die statistisch beste Entscheidung ist, hängt von der jeweils hinterlegten Gewinntabelle des konkreten Geräts ab.

Typische Irrtümer

Ein verbreiteter Irrtum ist, beim Kartentausch handle es sich um dieselben Karten wie bei einem klassischen Kartenspiel mit begrenztem Kartenstapel. Tatsächlich zieht der Zufallsgenerator bei jedem Tausch aus einem vollständigen, in sich unabhängigen virtuellen Kartensatz, weshalb bereits gezeigte Karten die Wahrscheinlichkeit zukünftiger Ziehungen am selben Gerät nicht beeinflussen. Für die Wahl der optimalen Tauschstrategie lohnt sich unabhängig davon immer ein Blick in die am Gerät hinterlegte Gewinntabelle der jeweiligen Variante.

Begriffe dazu

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