Video-Poker (Casinospiel)
| Grundprinzip | 5 Karten, einmaliger Tausch, feste Gewinntabelle |
|---|---|
| Bekannte Variante | Jacks or Better |
| Auszahlung Vierling bei Jacks or Better | häufig 25 zu 1 |
| Hausvorteil | abhängig von der konkreten Gewinntabelle des Geräts |
| Strategieabhängigkeit | optimale Tauschentscheidung senkt den Hausvorteil |
| Fundort | Spielbanken, Spielhallen als Geldspielgerät, Online-Casino |
Video-Poker als eigenständiges Casinospiel folgt derselben Grundmechanik wie an einem Geldspielgerät: Fünf Karten werden gezeigt, der Spieler wählt aus, welche er behält und welche er einmalig gegen neue Karten tauscht. Anders als bei Texas Hold'em oder Omaha spielt hier niemand gegen andere Gäste, sondern ausschließlich gegen eine feste, vorab bekannte Gewinntabelle, die jeder erreichten Pokerhand einen bestimmten Auszahlungsfaktor zuordnet.
Wie sich der Hausvorteil aus der Gewinntabelle ergibt
Der Hausvorteil bei Video-Poker lässt sich, anders als bei Roulette, nicht mit einer einzigen einfachen Formel angeben, da er von der jeweils hinterlegten Gewinntabelle abhängt. Bei der bekannten Variante Jacks or Better zahlt etwa ein Vierling häufig das 25-fache des Einsatzes, ein Full House das 9-fache und ein Flush das 6-fache, wobei diese Werte je nach Gerät variieren können. Wählt ein Spieler bei jeder Hand die statistisch beste Tauschentscheidung, die sogenannte optimale Strategie, senkt dies den Hausvorteil gegenüber willkürlichen Entscheidungen spürbar, ohne ihn vollständig zu beseitigen.
Rechtlicher Rahmen in Deutschland
Als Geldspielgerät in einer Spielhalle unterliegt Video-Poker den bekannten Grenzen der Spielverordnung, in Spielbanken gelten eigene landesrechtliche Regeln. Online zählt Video-Poker in der Regel zu den virtuellen Automatenspielen und ist damit, anders als klassische Bankhalterspiele wie Roulette, bundesweit bei GGL-lizenzierten Anbietern der Whitelist spielbar.
Rechenbeispiel
Zeigt die Gewinntabelle eines Geräts für ein Full House eine Auszahlung des 9-fachen Einsatzes, ergibt ein Einsatz von 5 Euro bei dieser Hand einen Gewinn von 45 Euro. Ob eine bestimmte Ausgangshand eher auf ein Full House oder auf eine andere, seltenere aber höher zahlende Kombination hin gespielt werden sollte, hängt von der vollständigen Gewinntabelle und den jeweiligen Trefferwahrscheinlichkeiten ab.
Typische Irrtümer
Ein häufiger Irrtum ist, alle Video-Poker-Automaten hätten dieselbe Gewinntabelle und damit denselben Hausvorteil. Bereits kleine Unterschiede in den Auszahlungsfaktoren, etwa bei Full House oder Flush, verändern den rechnerischen Hausvorteil spürbar. Nur der Blick in die am jeweiligen Gerät hinterlegte Gewinntabelle liefert eine verlässliche Grundlage für einen Vergleich. Wer verschiedene Geräte oder Anbieter vergleichen möchte, sollte deshalb gezielt nach den jeweils angegebenen Auszahlungsfaktoren für Full House und Flush suchen. Diese Werte werden umgangssprachlich oft als Bezeichnung der jeweiligen Variante genutzt, etwa als 9/6 Jacks or Better für die genannten Auszahlungsfaktoren.
Begriffe dazu
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