Blackjack
| Zielwert | 21 Punkte, ohne Überschreitung |
|---|---|
| Kartenwerte | 2 bis 10 nach Zahl, Bildkarten 10, Ass 1 oder 11 |
| Auszahlung Blackjack | meist 3 zu 2, teils 6 zu 5 |
| Hausvorteil bei optimaler Strategie | abhängig von Tischregeln, oft unter 1 Prozent |
| Dealerregel | Croupier zieht meist bis mindestens 17 Punkte |
| Fundort | Spielbanken, elektronische Terminals, konzessioniertes Online-Casino |
Bei Blackjack spielt jeder Gast gegen die Bank, vertreten durch den Croupier, nicht gegen die anderen Gäste am Tisch. Ziel ist es, mit den eigenen Karten möglichst nah an einen Wert von 21 Punkten zu kommen, ohne diesen zu überschreiten, und dabei näher an 21 zu liegen als die Bank. Zahlenkarten zählen nach ihrem aufgedruckten Wert, Bildkarten zählen 10 Punkte, das Ass zählt wahlweise 1 oder 11 Punkte.
Ablauf einer Runde
Nach dem Einsatz erhalten Spieler und Bank je zwei Karten, wobei eine Bankkarte meist offen liegt. Der Spieler entscheidet dann, ob er weitere Karten nimmt, hält, verdoppelt oder bei gleichwertigen Anfangskarten teilt. Erst nachdem alle Spieler am Tisch fertig sind, deckt die Bank ihre zweite Karte auf und zieht nach einer festen Regel weiter, üblicherweise bis mindestens 17 Punkte. Überschreitet ein Spieler oder die Bank 21 Punkte, ist die jeweilige Seite automatisch verloren.
Wie der Hausvorteil zustande kommt
Der mathematische Vorteil der Bank entsteht vor allem dadurch, dass der Spieler zuerst handeln muss und bei Überschreiten der 21 sofort verliert, selbst wenn die Bank später ebenfalls überzieht. Bei perfekter Basisstrategie, also der statistisch optimalen Entscheidung für Ziehen, Halten, Verdoppeln oder Teilen in jeder Situation, lässt sich der Hausvorteil je nach konkreten Tischregeln wie Kartenzahl im Schuh, Verdopplungsregeln oder Auszahlungsverhältnis für Blackjack auf oft unter 1 Prozent senken. Eine Auszahlung von nur 6 zu 5 statt der klassischen 3 zu 2 für einen Blackjack erhöht den Hausvorteil dagegen spürbar.
Wo man Blackjack in Deutschland spielt
Blackjack gehört zum festen Angebot deutscher Spielbanken, sowohl an klassischen, von einem Croupier geleiteten Tischen als auch an elektronischen Terminals. Online ist Blackjack als virtuelles Bankhalterspiel nur bei den wenigen Anbietern legal, die über eine der maximal fünf möglichen landesrechtlichen Konzessionen verfügen, erkennbar an der Führung auf der GGL-Whitelist.
Rechenbeispiel zum Kartenwert
Erhält ein Spieler ein Ass und eine 8, zählt das Ass als 11 Punkte, in Summe also 19 Punkte, eine starke Ausgangshand. Zieht er zusätzlich eine weitere Karte im Wert von 5, würde das Ass automatisch auf 1 Punkt herabgesetzt, um eine Überschreitung der 21 zu vermeiden, die Hand zählte dann 15 Punkte statt 25.
Typische Irrtümer
Ein verbreiteter Irrtum ist, Kartenzählen sei in jedem deutschen Casino verboten und strafbar. Rechtlich ist reines Kopfrechnen nicht strafbar, Spielbanken können jedoch Hausrecht ausüben und Personen, die sie beim Kartenzählen erkennen, vom Spiel ausschließen. Auch die Annahme, die Basisstrategie garantiere Gewinne, ist falsch, sie senkt lediglich den langfristig erwarteten Verlust gegenüber willkürlichen Entscheidungen.
Begriffe dazu
Verwandte Einträge
European Roulette
Europäisches Roulette hat 37 Zahlen von 0 bis 36, der Hausvorteil bei einfachen Chancen liegt rechnerisch bei 1/37, also 2,70 Prozent.
Baccarat
Bei Baccarat wetten Gäste auf Bank, Spieler oder Unentschieden, der Hausvorteil liegt auf Bank bei rund 1,06 und auf Spieler bei rund 1,24 Prozent.
Live-Casino-Formate
Live-Casino-Formate übertragen echte Tischspiele mit realem Croupier per Videostream, in Deutschland nur mit landesrechtlicher Konzession legal.
Video-Poker (Casinospiel)
Video-Poker als Casinospiel folgt fester Pokerhand-Logik, der Hausvorteil ergibt sich rechnerisch direkt aus der jeweiligen Gewinntabelle.