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Baccarat

Kurz gesagt: Bei Baccarat wetten Gäste auf Bank, Spieler oder Unentschieden, der Hausvorteil liegt auf Bank bei rund 1,06 und auf Spieler bei rund 1,24 Prozent.
Fakten auf einen Blick
WettmöglichkeitenBank (Banco), Spieler (Punto), Unentschieden (Tie)
Zielwert9 Punkte oder möglichst nah daran
Hausvorteil Bank-Wetterund 1,06 Prozent
Hausvorteil Spieler-Wetterund 1,24 Prozent
Hausvorteil Tie-Wettedeutlich höher, oft über 14 Prozent
FundortSpielbanken, konzessioniertes Online-Casino, Live-Casino-Formate

Baccarat, auch Punto Banco genannt, ist ein Kartenspiel, bei dem Gäste nicht selbst Entscheidungen über das Ziehen weiterer Karten treffen, sondern lediglich darauf wetten, ob die Hand der Bank, die Hand des Spielers oder ein Unentschieden gewinnt. Karten von 2 bis 9 zählen nach ihrem Wert, Bildkarten und die 10 zählen 0 Punkte, das Ass zählt 1 Punkt. Übersteigt die Summe zweier Karten 9, wird nur die letzte Ziffer gewertet.

Warum Bank und Spieler unterschiedliche Hausvorteile haben

Die Regeln, wann eine dritte Karte gezogen wird, sind fest vorgegeben und unterscheiden sich leicht zwischen Bank- und Spielerhand. Dadurch gewinnt die Bank-Hand statistisch etwas häufiger als die Spieler-Hand. Um diesen Vorteil auszugleichen, wird ein Gewinn auf die Bank-Wette meist mit einer kleinen Kommission von 5 Prozent belegt. Rechnerisch ergibt sich daraus ein Hausvorteil von rund 1,06 Prozent für die Bank-Wette und rund 1,24 Prozent für die Spieler-Wette. Die Wette auf ein Unentschieden zahlt zwar deutlich höher aus, meist 8 zu 1, tritt aber so selten ein, dass der Hausvorteil hier oft über 14 Prozent liegt.

Wo man Baccarat in Deutschland spielt

Baccarat gehört zum klassischen Angebot größerer deutscher Spielbanken, oft an eigens dafür eingerichteten Tischen. Online zählt es zu den virtuellen Bankhalterspielen, die nach dem Glücksspielstaatsvertrag nur mit einer der maximal fünf möglichen landesrechtlichen Konzessionen legal angeboten werden dürfen, häufig eingebettet in ein Live-Casino-Format mit echtem Croupier per Videoübertragung.

Rechenbeispiel

Setzt ein Spieler wiederholt 20 Euro auf die Bank-Wette, verliert er auf lange Sicht im statistischen Mittel rund 1,06 Prozent dieses Einsatzes je Runde, also etwa 0,21 Euro. Bei derselben Summe auf die Tie-Wette läge der erwartete Verlust je Runde dagegen bei über 2,80 Euro, ein deutlicher Unterschied, der allein aus der unterschiedlichen Wahrscheinlichkeit der drei Wettarten resultiert.

Typische Irrtümer

Ein häufiger Irrtum ist, die Bank-Wette sei wegen der Kommission grundsätzlich schlechter als die Spieler-Wette. Tatsächlich ist es genau umgekehrt: Trotz Kommission bleibt der Hausvorteil auf die Bank-Wette rechnerisch niedriger. Auch die verbreitete Serienbeobachtung, nach mehreren Bank-Siegen in Folge sei nun der Spieler "dran", hat keinen Einfluss auf die feste Kartenziehregel der jeweils nächsten Runde. Wer Baccarat neu kennenlernt, findet die genauen Zieh- und Kommissionsregeln meist übersichtlich auf der Tischauflage oder im Regelblatt des jeweiligen Anbieters erklärt.

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