Walzenspiel mit Risikoleiter
| Mechanik | stufenweises Verdoppeln oder Steigern eines Gewinns |
|---|---|
| Andere Bezeichnung | Gamble-Funktion |
| Risiko | Totalverlust des bisherigen Gewinns bei Fehlversuch |
| Typische Form | Farbe raten (Rot/Schwarz) oder Kartenwert raten |
| Begrenzung nach SpielV | eingebettet in die Stunden-Gewinn- und Verlustgrenzen |
| Fundort | Spielhallen und Online-Automatenspiel, je nach Anbieter |
Die Risikoleiter, häufig auch Gamble-Funktion genannt, bietet nach einem erzielten Gewinn die Möglichkeit, diesen Betrag freiwillig erneut einzusetzen, um ihn zu verdoppeln oder stufenweise zu steigern. Scheitert der Versuch, geht der bis dahin gesicherte Gewinn verloren. Typische Ausgestaltungen sind das Raten einer Kartenfarbe, etwa Rot oder Schwarz, oder das Erklimmen einer optischen Leiter mit steigenden Multiplikatoren je Stufe.
Wie die Funktion abläuft
Nach einem regulären Gewinn kann der Spieler entscheiden, ob er den Betrag auszahlen lässt oder in die Risikorunde geht. Bei richtiger Entscheidung, etwa der korrekten Farbe, verdoppelt sich der eingesetzte Betrag und der Spieler kann erneut wählen, weiterzumachen oder auszuzahlen. Bei falscher Entscheidung ist der komplette bis dahin erspielte Betrag der Risikorunde verloren, das Grundspiel selbst bleibt davon unberührt.
Rechtlicher Rahmen
Auf Geldspielgeräten in deutschen Spielhallen ist die Gamble-Funktion Teil der bauartzugelassenen Software und bewegt sich innerhalb der allgemeinen Grenzen der Spielverordnung, insbesondere der Verlustgrenze von 60 Euro und der Gewinngrenze von 400 Euro pro Stunde. Ein durch die Risikoleiter verlorener Betrag zählt dabei als Teil des stündlichen Verlusts im Sinne der SpielV. Im Online-Automatenspiel ist die Verfügbarkeit und Ausgestaltung der Funktion vom jeweiligen GGL-lizenzierten Anbieter abhängig.
Wo man diese Mechanik findet
Verbreitet sowohl an klassischen Geldspielgeräten in Spielhallen als auch bei vielen Online-Slots lizenzierter Anbieter, wobei manche Betreiber die Funktion aus Gründen des Spielerschutzes gar nicht oder nur eingeschränkt anbieten.
Rechenbeispiel
Beim einfachen Farbe-Raten mit zwei gleich wahrscheinlichen Optionen liegt die Wahrscheinlichkeit, eine einzelne Risikostufe zu gewinnen, bei 1 zu 2, also 50 Prozent, sofern keine zusätzliche Hausquote eingerechnet ist. Setzt ein Spieler einen Gewinn von 10 Euro zweimal hintereinander in die Risikoleiter, sinkt die Wahrscheinlichkeit, beide Stufen richtig zu erraten, rechnerisch auf 0,5 mal 0,5, also 25 Prozent, bei einem möglichen Gewinn von dann 40 Euro.
Typische Irrtümer
Ein häufiger Irrtum ist die Annahme, nach mehreren Fehlversuchen in Folge sei die nächste Entscheidung "wahrscheinlicher richtig". Da jede Risikostufe ein unabhängiges Zufallsereignis ist, bleibt die Wahrscheinlichkeit bei jeder einzelnen Entscheidung gleich, unabhängig vom Ausgang vorheriger Versuche. Wer die Gamble-Funktion nutzt, riskiert bewusst einen bereits gesicherten Gewinn und sollte sich vorab überlegen, ab welcher Höhe eine Auszahlung ohne weiteres Risiko sinnvoller ist.
Begriffe dazu
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