Tischautomat / Multi-Terminal
| Bauform | ein Zentralsystem, mehrere Einzelbildschirme |
|---|---|
| Typische Spiele | elektronisches Roulette, Kartenspiele, Slots |
| Spielerzahl | mehrere Personen gleichzeitig am selben System |
| Aufstellort | größere Spielhallen und Spielbanken |
| Rechtsstatus in der Spielhalle | jeder Einzelplatz zählt als eigenes Geldspielgerät, soweit Geldgewinn möglich ist |
| Vorteil für Betreiber | platzsparende Bündelung mehrerer Spielplätze |
Ein Tischautomat, oft auch Multi-Terminal genannt, besteht aus einer zentralen Recheneinheit mit mehreren daran angeschlossenen Einzelbildschirmen oder Bedienplätzen. Mehrere Spieler können so gleichzeitig an ein und demselben System spielen, häufig bei elektronischem Roulette, elektronischen Kartenspielen oder gebündelten Slot-Terminals. Jeder Platz funktioniert dabei technisch weitgehend eigenständig, teilt sich aber die zentrale Recheneinheit und oft ein gemeinsames Anzeigeelement wie ein rotierendes Roulette-Rad.
Technischer Aufbau
Bei elektronischem Roulette etwa dreht sich ein physisches oder digital dargestelltes Rad zentral, während die Spieler an ihren jeweiligen Terminals unabhängig voneinander Einsätze platzieren. Das Ergebnis der Drehung gilt für alle angeschlossenen Plätze gleichzeitig. Bei anderen Multi-Terminal-Systemen läuft dagegen jedes Spiel am Einzelplatz vollständig unabhängig, die zentrale Einheit dient dort in erster Linie der platzsparenden technischen Bündelung.
Rechtlicher Rahmen
Bietet ein Einzelplatz eines Tischautomaten eine Geldgewinnmöglichkeit, zählt er in der Regel als eigenständiges Geldspielgerät im Sinne der Spielverordnung und unterliegt damit denselben Grenzen wie ein klassisches Einzelgerät, etwa der Verlustgrenze von 60 Euro pro Stunde. Die zulässige Gesamtzahl an Geldspielgeräten je Spielhallenerlaubnis berücksichtigt entsprechend jeden Einzelplatz.
Wo man Tischautomaten findet
Vor allem in größeren Spielhallen und in Spielbanken, wo elektronisches Roulette häufig als platzsparende Ergänzung zu den klassischen, von einem Croupier geleiteten Tischen dient. In kleinen Gaststätten sind solche Mehrplatzsysteme wegen der begrenzten zulässigen Geräteanzahl selten.
Rechenbeispiel
Ein Multi-Terminal mit acht Einzelplätzen für elektronisches Roulette zählt gegenüber der Aufsicht als acht einzelne Geldspielgeräte, sofern an jedem Platz eigenständig Geld eingesetzt und gewonnen werden kann. Ein Betreiber mit einer zulässigen Höchstzahl von 12 Geldspielgeräten könnte demnach ein solches Terminal nur zusammen mit maximal vier weiteren Einzelgeräten aufstellen. Diese Rechnung zeigt, warum Multi-Terminals bei Betreibern trotz höherer Anschaffungskosten wirtschaftlich attraktiv sein können. Für Spieler bleibt dabei relevant, dass sich die Regeln des jeweiligen Spiels am Einzelplatz nicht dadurch ändern, dass mehrere Personen gleichzeitig am selben System sitzen.
Typische Irrtümer
Ein verbreiteter Irrtum ist, dass an einem gemeinsamen Rad alle Spieler zwangsläufig dieselben Gewinnchancen wie an einem physischen, von einem Croupier bedienten Roulettetisch hätten. Die grundlegende Mathematik des Roulettes bleibt zwar identisch, doch das Spieltempo an elektronischen Multi-Terminals liegt oft deutlich höher, wodurch sich Verluste oder Gewinne in kürzerer Zeit ansammeln können.
Begriffe dazu
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