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Automatentyp

Klassischer Fruchtautomat

Kurz gesagt: Der klassische Fruchtautomat arbeitet mit 3 Walzen, wenigen Gewinnlinien und Symbolen wie Kirschen, Glocken und Siebenen.
Fakten auf einen Blick
Walzenzahlmeist 3, seltener 5
Gewinnlinien1 bis 5
SymboleFrucht-Symbole, Glocke, Stern, Siebener
Bauartals Geldspielgerät nach SpielV zulassungspflichtig
Höchsteinsatz pro Spiel0,20 Euro (SpielV § 13)
Mindestspieldauer5 Sekunden (SpielV § 13)
FundortSpielhallen, Gaststätten, Online-Automatenspiel

Der klassische Fruchtautomat ist die Urform des Geldspielgeräts und bis heute in vielen Spielhallen zu finden. Er arbeitet mit drei, seltener fünf Walzen, auf denen Symbole wie Kirschen, Zitronen, Glocken oder Siebener erscheinen. Eine oder mehrere Gewinnlinien laufen meist waagerecht über die Walzen, bei modernen Nachbauten kommen zusätzliche Diagonalen hinzu. Das Grundprinzip bleibt einfach: Walzen drehen, Symbole stoppen, eine Gewinnlinie zahlt aus oder nicht.

Wie die Technik funktioniert

Hinter jeder Drehung steckt ein Zufallsgenerator, der unabhängig vom vorherigen Ergebnis eine neue Symbolkombination bestimmt. Als physisches Geldspielgerät unterliegt der Fruchtautomat der Spielverordnung und braucht eine Bauartzulassung der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt, bevor er in einer Spielhalle oder Gaststätte aufgestellt werden darf. Die Zulassung prüft unter anderem, ob Einsatz- und Gewinngrenzen technisch eingehalten werden.

Rechtlicher Rahmen in Deutschland

Nach § 13 SpielV liegt der Höchsteinsatz pro Spiel bei 0,20 Euro, die Mindestspieldauer bei 5 Sekunden. Innerhalb einer Stunde darf der Verlust eines Spielers 60 Euro nicht übersteigen, der Gewinn ist auf 400 Euro pro Stunde begrenzt. Nach einer Stunde Betrieb ist eine Spielpause von mindestens 5 Minuten vorgeschrieben, in der keine Einsätze angenommen werden. Diese Grenzen gelten geräteweit und sollen verhindern, dass sich Verluste innerhalb kurzer Zeit unkontrolliert summieren.

Wo der Fruchtautomat heute steht

Man findet ihn in klassischen Spielhallen, in Gaststätten mit begrenzter Geräteanzahl sowie als digitale Nachbildung im legalen Online-Automatenspiel bei GGL-lizenzierten Anbietern. In Spielbanken spielt er dagegen kaum eine Rolle, dort dominieren größere Video-Slots und Tischspiele.

Rechenbeispiel

Setzt ein Spieler durchgehend den Höchsteinsatz von 0,20 Euro bei einer Mindestspieldauer von 5 Sekunden, ergeben sich rechnerisch bis zu 720 Spiele pro Stunde. Die Verlustobergrenze von 60 Euro pro Stunde begrenzt jedoch, wie viel in dieser Zeit tatsächlich verloren werden kann, unabhängig davon, wie oft gedreht wird.

Typische Irrtümer

Ein verbreiteter Irrtum ist die Annahme, ein Gerät sei nach mehreren Verlustspielen in Folge reif für einen Gewinn. Da jede Drehung unabhängig vom Zufallsgenerator bestimmt wird, hat die Vergangenheit keinen Einfluss auf das nächste Ergebnis. Auch die Vorstellung, bestimmte Tageszeiten oder Automaten seien generell großzügiger eingestellt, lässt sich technisch nicht belegen und widerspricht dem Prinzip der Bauartzulassung, die für alle zugelassenen Geräte gleiche Grenzwerte vorschreibt. Wer den Überblick über Einsatz und Zeit behalten möchte, kann dafür Hilfsmittel wie den Budget-Rechner von spielothek.online nutzen, bevor er sich an ein Gerät setzt.

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