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Craps

Kurz gesagt: Bei Craps wetten Spieler auf den Ausgang von Würfelwürfen, die Pass-Line-Wette hat einen der niedrigsten Hausvorteile aller Tischspiele.
Fakten auf einen Blick
Würfelanzahl2 sechsseitige Würfel
GrundwettePass Line oder Don't Pass
Hausvorteil Pass Linerund 1,41 Prozent
Hausvorteil Don't Passrund 1,36 Prozent
Odds-Wettekein zusätzlicher Hausvorteil, faire Zusatzwette
Fundorteinzelne größere deutsche Spielbanken

Craps ist ein Würfelspiel, bei dem mit zwei sechsseitigen Würfeln gespielt wird und die Gäste auf den Ausgang der Würfe wetten, nicht nur eine einzelne Person würfelt für alle. Die Grundwette heißt Pass Line: Beim ersten Wurf, dem Come-out-Roll, gewinnt eine 7 oder 11 sofort, eine 2, 3 oder 12 verliert sofort. Jede andere Zahl wird zum sogenannten Point, und der Werfer würfelt weiter, bis entweder dieser Point erneut fällt, was gewinnt, oder eine 7 fällt, was verliert.

Wie sich der niedrige Hausvorteil herleitet

Bei zwei Würfeln gibt es 36 gleich wahrscheinliche Kombinationen. Eine 7 lässt sich auf 6 verschiedene Arten würfeln, die höchste Häufigkeit aller Summen, eine 11 nur auf 2 Arten. Aus der Kombination der Wahrscheinlichkeiten für den Come-out-Roll und die anschließende Point-Phase ergibt sich für die Pass-Line-Wette ein Hausvorteil von rund 1,41 Prozent, für die entgegengesetzte Don't-Pass-Wette von rund 1,36 Prozent. Craps zählt damit zu den Tischspielen mit den niedrigsten Hausvorteilen überhaupt. Viele Spielbanken bieten zusätzlich eine sogenannte Odds-Wette an, die nach dem Point-Wurf platziert werden kann und zu den fairen Auszahlungsverhältnissen ohne eigenen zusätzlichen Hausvorteil zählt.

Wo man Craps in Deutschland findet

Craps ist in deutschen Spielbanken deutlich seltener vertreten als Roulette oder Blackjack und wird meist nur in größeren Häusern angeboten, die Platz für den langen Wurftisch mit mehreren Wettfeldern haben. Online fällt Craps unter die virtuellen Bankhalterspiele und ist damit ebenfalls nur bei Anbietern mit einer der wenigen möglichen landesrechtlichen Konzessionen legal.

Rechenbeispiel

Setzt ein Spieler wiederholt 10 Euro auf die Pass-Line-Wette, beträgt der statistisch erwartete Verlust je Runde rund 1,41 Prozent dieses Einsatzes, also etwa 0,14 Euro. Über 100 Runden ergibt sich rechnerisch ein erwarteter Gesamtverlust von rund 14 Euro, deutlich weniger als bei vielen anderen Tischspielen mit höherem Hausvorteil.

Typische Irrtümer

Ein verbreiteter Irrtum ist, ein Werfer könne durch eine bestimmte Wurftechnik das Würfelergebnis beeinflussen. Bei ordnungsgemäß kontrollierten Würfeln in einer Spielbank bleibt jeder Wurf ein unabhängiges Zufallsereignis. Auch die Vorstellung, nach vielen Würfen ohne 7 sei diese Zahl nun "überfällig", widerspricht der Unabhängigkeit der einzelnen Würfe voneinander. Wer Craps ausprobieren möchte, findet die vergleichsweise niedrigen Hausvorteile der Grundwetten als guten Ausgangspunkt gegenüber vielen anderen Tischspielen.

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